Waldwanderung der Langen Strecke – Erlbacher Floßteiche

Der Wald früher und heute war Thema bei der knapp 12 km langen Strecke für die 16 Teilnehmer. Start war am zweiten Parkplatz in der Landesgemeinde nach der Tannenmühle, die früher tatsächlich als Mühle für Papier und Pappe fungierte und seit 1921 Kinderheim ist- heute für Kinder mit sozialen und psychischen Problemen.

Start war nahe am Vorderen Floßteich, in dem Wasser aus dem Rotsäurebächlein angestaut wurde, um es seit dem 16. Jh. bei Bedarf zum Flößen der gefällten Stämme von Tannen, Buchen, Fichten dem Schwarzbach – wegen seiner Funktion auch als Floßbach bezeichnet – zuzuführen. Jährlich wurden so zirka 70 000 Festmeter Stämme zur Weißen Elster und weiter über die Saale nach Halle für das Salzsieden geflößt. Die frei gewordenen „Blößen“ an den steilen Hängen ließ der Förster, der auch gleichzeitig Floßvorsteher war, bearbeiten und Samen von Tannen, Buchen, Birken, Fichten ausstreuen. Der damals entstandene Wald hat sich Jahrhunderte durch natürliche Verjüngung erhalten und wurde durch mehrere NSG 1961 unter Schutz gestellt. Beim Anstieg entlang des VPWs passierten wir das NSG „Landesgemeinde“, kamen beim herrlich gelegenen Oberen Floßteich vorbei, und auf der Höhe von über 750m/NN erreichten wir das NSG „Hüttenbach“. Deutlich war zu sehen, dass kranke und alte Bäumen von Porlingen befallen waren. Pilze sind die Pioniere beim Zersetzungsprozess des Holzes, denn nur sie können Zellulose und Lignin verdauen, erst dann haben andere Lebewesen, wie Bakterien, Ameisen etc. in der Braun- und Weißfäule des Holzes Zugang. Dies alles war Thema bei der Wanderung mit der durch den Regen der vergangenen Tage herrlich sauberen Luft, bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur. Von der Wegespinne wanderten wir zu einem beeindruckenden Ausblick Richtung Gopplasgrün und wieder abwärts ins Schwarzbachtal. Mit Elan ging es leicht aufwärts zum „Einkehrschwung“, wo uns das Mittagessen draußen auf der Terrasse serviert werden konnte.

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